Der 3,5-stündige Flug von Adelaide nach Perth war so angenehm, wie wir es von Qantas gewohnt sind. Zu früh abflugbereit und zu früh gelandet. Alles hat perfekt gepasst. Ein Taxi brachte uns zur Campervermietstelle «Apollo». Obwohl wir direkt morgens um 8 Uhr dort auf der Matte standen, waren wir leider nicht ganz alleine und so dauerte es über 2 Stunden, bis wir endlich unser neues (und letztes) Mietfahrzeug übernehmen konnten. Nach dem Auffüllen unserer Vorräte im nahegelegene Woolworths brachte uns Scotty sicher nach Hyden zum Wave Rock. Schöner Stein! Nach einigen Pose-Fotos in der Welle haben wir den grossen Felsen noch bestiegen, um die fantastische Aussicht zu geniessen. Auch das «Hippo’s Yawn», also das gähnende Hippo, haben wir erkundet, da es nur einen knappen Kilometer entfernt liegt.




Wir sind wieder im Westen. Und obwohl dichter besiedelt als der Nordwesten ist es hier im Südwesten nicht annähernd so voll wie im Osten. Das heisst, dass es auf den Highways kaum Verkehr hat, dass man manchmal hunderte von Kilometern lang durch keine einzige Ortschaft fährt und dass wir auch wieder ordentlich vorwärtskommen. Wie zu Beginn unserer Reise, ein bisschen, wie «nach Hause kommen».

Übrigens hat Scotty eigentlich die perfekte Grösse. Er ist auf der Basis eines langen Mercedes Sprinter aufgebaut und ist mit seinen 7.10m Länge der ideale Reisegefährte. Zwar hat er den gleichen fahrbaren Untersatz wie Mo, der Aufbau ist aber viel kleiner, der Schwerpunkt des Fahrzeugs liegt ganz anders und so fährt er sich sehr viel angenehmer und bietet im Innern dennoch ordentlich Platz – auch ohne, dass wir das Bett jeden Tag auf- und abbauen müssen.


Die Reise ging vom Wave Rock weiter in das südöstlich gelegene Esperance. Immer wieder haben wir gehört, wie schön Esperance sei. Das können wir leider so nicht ganz bestätigen. Am Beach finden sich viel Industrie und sehr grosse Frachtschiffe. Also haben wir dort nur für eine Nacht unseren Scotty aufgeschlagen. Vermutlich ist Esperance so viel gelobt, weil der Cape Le Grand National Park ganz in der Nähe liegt (just around the corner also). Und dieser ist wirklich, wirklich atemberaubend schön! Die Sonne schien und liess das Meer in allen Blau- und Türkistönen leuchten. Der schneeweisse Sand ist dem Ganzen natürlich auch nicht abträglich! Wir machten Stopp bei drei verschiedenen Buchten, eine schöner als die andere. Aber macht euch selbst ein Bild von Lucky Bay, Thistle Cove und Hellfire Bay:




Nach den wunderbaren Ausblicken im Nationalpark ging unsere Reise weiter Richtung Westen. Der Übernachstungsstopp und der darauffolgende Fahrtag mit gut 450 km sind nicht weiter erwähnenswert. Am Abend des Fahrtags trafen wir aber in Denmark ein, von wo aus wir heute den William Bay National Park erkundeten. Dieser wartet ebenfalls mit umwerfenden Buchten auf, die sich durch vom Wasser rundgewaschenen grossen Felsbrocken auszeichnen. Wir besichtigten Greens Pool und die Elephant Rocks und waren wieder mal überwältigt von den schönen Formen und Farben:






Da uns das Wasser etwas zu kalt war und weil wie immer, seit wir wieder in Westaustralien sind, ein anständiger Wind wehte, überliessen wir das Baden den diesbezüglich steinharten Australiern und setzten unsere Reise Richtung Westen fort. Unterwegs hielten wir im Valley of the Giants an, wo wir sehr grosse und alte Bäume bestaunten.


Für die Nacht hatten wir uns einen Eco-Campingplatz ausgesucht, an dem abends Kängurus und Emus aufs Gelände kommen. Dieses Vorhaben bliesen wir aber kurzerhand ab, als wir in einen grossen Waldbrand fuhren. Zwar wurde der Wald geplant und unter Aufsicht zahlreicher Feuerwehrautos und Feuerwehrleute abgebrannt, um Buschbränden vorzubeugen, der Rauch legte sich aber über den ganzen Himmel, verdeckte die Sonne und roch ausserdem nicht so wahnsinnig gut.

Der Wald mit dem kontrollierten Brand lag nur wenige 100 m von unserem Wunsch-Campingplatz entfernt. So fuhren wir lieber noch 25 km weiter zum nächsten Campingplatz und haben hier nun unseren Scotty für eine Übernachtung vorbereitet, bevor es morgen wieder weiter Richtung Westen geht.

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