Unsere erste Etappe ist so gut wie beendet. Wir sitzen kurz vor Alice Springs auf einem schattigen Rastplatz und nutzen die Zeit, bis wir in ein paar Stunden unseren geliebten Frankie jr., der uns so zuverlässig überall hingebracht hat, schweren Herzens wieder dem Vermieter übergeben müssen. Aber der Reihe nach.


Nach den beeindruckenden Tagen beim Uluru und den Kata Tjutas folgte nochmals ein grosses Highlight: der Kings Canyon etwas weiter nördlich. Die Wände dieser fantastischen Schlucht sind bis zu 300m hoch. Die beste – und anstrengendste – Art, den Kings Canyon zu erkunden, ist der sogenannte Rim Walk, bei dem es gleich zu Beginn steil hochgeht, damit man dann der Kante entlang um den Canyon herumlaufen kann. Die Aussicht, die Farben und die Formen sind so unbeschreiblich, dass sich jeder Schweisstropfen mehr als gelohnt hat. Ihr merkt, wir waren sehr begeistert 😉


Direkt nach der zweieinhalbstündigen Wanderung ging es weiter Richtung Norden. Über den auf Aboriginie-Land gelegenen Mereenie Loop (ungeteert; teilweise seeeehr holprig) fuhren wir in die West MacDonnell Ranges.
Die erste Nacht verbrachten wir auf einem wunderbar ruhigen Bush Campground, auf dem wir so gut wie alleine waren. Am nächsten Tag besuchten wir die Sehenswürdigkeiten der «Macs», die nicht weit auseinander- und alle entlang derselben Strasse liegen. Wir besichtigten verschiedene Schluchten und Badeteiche. Allesamt sehr schöne Orte, die uns nach den Naturwundern der vergangenen Tage (und Wochen) aber nicht mehr aus den Socken hauten. Deshalb halten wir uns auch mit den Fotos kurz. Für euch sieht sicher sowieso eine Schlucht aus wie die andere 😉 Einfach das Schwarzfuss-Felsenkänguru (black-footed rock wallaby) muss unbedingt rein. Diese nur bis zu einem halben Meter grossen Wallabys leben in Kolonien in felsigen Gebieten entlang der «Macs». Die Tiere sind sehr scheu und gut getarnt, deshalb braucht es viel Geduld und ein scharfes Auge, sie zu finden. Umso grösser war die Freude, als wir auf dem Walk heute Morgen einige Exemplare entdeckten.




Ebenfalls auf dem Weg lagen die Ochre Pits, eine Art Ocker-Steinbruch der Aborigines, von dem sie die Ockerfarben für Bilder und Körperbemalung gewannen. Es war beeindruckend zu sehen, dass jede abgetragene Schicht eine ganz andere Farbe hat.

Die letzte Nacht in Frankie jr. verbrachten wir auf einem etwas staubigen, aber mir viel Herzblut gestalteten und sehr charmanten Campingplatz ausserhalb von Alice Springs. Am heutigen Morgen war Packen und Buchen angesagt. Letzteres kam überraschend, aber gestern erreichte uns nach mehreren Tagen ohne Empfang die Nachricht, dass wir nicht wie geplant in Tasmanien auf dem Bauernhof arbeiten gehen können. Da dies nun schon das zweite Mal ist, dass uns eine Farm zuerst zu- und dann wieder absagt, beschlossen wir, auf die Erfahrung Work Away zu verzichten. So buchten wir kurzerhand die Unterkünfte für die fehlenden Nächte und werden es uns auf Tasmanien nun also gemütlich machen, anstatt Pferdemist zu schaufeln 😉 Das Buchen nahm etwas Zeit in Anspruch, weil wir um Weihnachten und damit in der absoluten Hochsaison dort sein werden. Wir haben aber (hoffentlich!!) schöne (wenn auch etwas teure) Unterkünfte gefunden, um Tasmanien zu erkunden.
Nun freuen wir uns auf drei schöne Tage in Alice Springs und darauf, endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen zu können. Unsere Rücken schmerzen nach sechs Wochen auf der improvisierten Campermatratze nun doch ein wenig.
Danach geht es ab an die Ostküste. Wir melden uns wieder 😉
Ciao Meret
Ciao Simon
Ich freue mich immer wieder über eure Bilder und Geschichten. Diese Gegend, die euch die letzten Wochen beschäftigt haben wir vor 3 Jahren auch durchkämmt. Da kommen sehr schöne Erinnerung hoch. Die Wanderung ist am Anfang in der Hitze wirklich sehr anstrengend. Mein Rücken hatte noch nie Probleme …. in einem Camper. Was macht ihr nur für Sachen….?
So, bei uns ist es aktuell sehr kalt und der Schnee bleibt liegen. Ich wünsche euch weiterhin viele schöne Erlebnisse und bleibt Gesund.
Liebe Grüsse
Sybilla
Liebe Meret, liebe Sims. WOW, eifach WOW. Mached wyter, vyl Vergniege, alles Gute. Papi