Nach den Blue Mountains führte uns der Weg zurück an die Küste, nämlich nach Kiama. Dort gibt es angeblich (gemäss Taxifahrer unseres Vertrauens von Alice Springs) coole Blow Holes. Als Halb-Einheimische haben wir diese natürlich schnell gefunden. Das Blow aus dem Hole war aufgrund des ruhigen Meeres jedoch nicht gerade Mindblowing, aber bei stärkerem Wellengang sicher sehr beeindruckend. Das Wetter zeigte sich von seiner struppigeren Seite. Der Nebel in den Blue Mountains hatte sich auch nach ein paar Stunden noch nicht gelichtet, hing dicht in den Tälern und verhüllte sämtliche Sehenswürdigkeiten. An der Küste hatte es zwar keinen Nebel, dafür Wolken (was einer kürzlich – noch in der Schweiz – durchgeführten Google-Recherche zufolge aber im Grunde genommen dasselbe ist). Schön war es jedenfalls nicht. Weil der Tag so überhaupt nicht schön war, beschlossen wir, unser Tageskontigent an Fahrkilometern zu überschreiten und weiter Richtung Süden zu fahren. Viel anzufangen war draussen ohnehin nicht. So verschlug es uns nach Huskisson in der Jervis Bay. Hier waren wir vor sieben Jahren schon mal zwei Tage. Das Wetter war genau wie damals: trüb mit gelegentlichen Regenschauern und nicht gerade warm. Schon damals hat es uns gefallen und auch diesmal fanden wir es trotz allem gemütlich in dem kleinen Fischerörtchen mit wunderschönem Strand. Die Dolphin Cruise liessen wir dennoch auch dieses Mal wieder aus, dafür war uns das Wetter einfach zu unfreundlich.


Am nächsten Tag ging die Reise bei immer noch grauem Wetter weiter. Bei den vorherrschenden Temperaturen und Wetterbedingungen waren wir übrigens sehr froh um Mo, denn der hat nicht nur eine Heizung, sondern bietet drinnen auch problemlos Platz zum Kochen und Essen. Für die Übernachtung hatten wir uns Potato Point im Eurobodalla Nationalpark ausgesucht, wo gemäss Regionsbroschüre viele Kängurus und Wallabys anzutreffen sind. Der Eco-Campingplatz ist wunderschön direkt am Strand gelegen; mehr Beach Front geht gar nicht, sonst hätten wir mit den Vorderrädern im Wasser gestanden. Der Strand selber ist ein Traum. Gebadet haben wir trotzdem nicht, denn wieder lagen im Sand zahllose Portugiesische Galeeren (englisch: Blue bottles) – nicht etwa deshalb, weil die Wassertemperatur eher kühl ist, neeeeein ;). Schön und faszinierend sind sie ja schon, die quallenartigen Gebilde, aber einen Stich wollten wir dennoch nicht riskieren.


Die Kängurus und Wallaby haben uns wie angepriesen bereits erwartet. Der Campingplatz erstreckt sich über ein recht grosses Gebiet und die Tiere schlafen und grasen friedlich zwischen Bungalows und Wohnwagen. Da sie sich Menschen gewohnt sind, kamen wir recht nah an sie ran, vor allem die grundsätzlich argloseren Wallabys traten uns fast auf die Füsse. Vermutlich werden sie zwischendurch auch von Touristen gefüttert. Leider begreifen viele Menschen ja nicht, dass sie dem Tier mehr schaden als helfen, wenn sie ihm Futter geben, das es von Natur aus nie fressen würde. Gefreut haben wir uns über die beuteltierische Gesellschaft natürlich trotzdem und unsere Kameras randvoll mit knuffigen Fotos gefüllt.






Am nächsten Morgen haben wir bei strahlend schönem, aber nicht sehr warmem Wetter noch ein bisschen den Strand genossen und dabei eine Emufamilie gesehen, die über das Campingplatzgelände zum Strand gelaufen ist. Da es sich dabei um gelegentliche Besucher handelt, sind sie nicht so zutraulich wie die Beuteltiere, wir kamen ihnen aber trotzdem recht nah, wobei Mama-Emu immer ganz genau auf ihre Kleinen aufgepasst hat.




Danach ging es wie immer weiter Richtung Süden. Auf der Strecke kamen wir bei der Käsefabrik in Bega vorbei, die ein Visitor Centre mit Cheese Tasting hat. Da es praktisch direkt am Highway liegt, gingen wir für eine kleine Degustation vorbei. Man kann von Cheddar halten, was man will, wenn er zwei Jahre oder länger gereift ist, ist er einfach nur seeeehr fein und «chüschtig». Den ältesten und besten Käse gab es leider nur in der 500g-Packung – und wir waren nur noch ein paar Tage mit Mo unterwegs. Weil der Vintage-Cheddar aber wirklich sehr gut war, haben wir uns die Grosspackung gegönnt – und um es gleich vorneweg zu nehmen: Wir haben den Käse in wenigen Tagen verputzt.


Direkt am Highway lag ausserdem der Potoroo Palace, ein Sanctuary mit einheimischen Tieren. Hier waren wir vor 7 Jahren schon mal und haben nostaligehalber angehalten. Das Sanctuary nimmt verletzte und/oder kranke Tiere auf, die in Freiheit nicht mehr überleben könnten. Es ist sehr schön gestaltet und der Besuch war interessant, obwohl wir nach den verschiedenen Besuchen in Sanctuarys mittlerweile alle einheimischen Tiere eingehend begutachtet haben.

Die Nacht verbrachten wir in Eden. Von der Namensgebung waren wir nicht überzeugt, denn der Himmel war grau, es regnete immer wieder und ausserdem machten die starken Windböen jedes Draussensitzen unmöglich. Wir blieben am nächsten Tag deshalb nicht lange und machten uns auf den Weiterweg. Zum Glück haben wir uns um ein paar Meter verfahren. Der Umweg führte uns zu einem Aussichtspunkt an Edens Küste, gerade als sich die Sonne für ein paar Minuten durchsetzen konnte. Der Blick auf den Strand und das Meer waren atemberaubend. Die Küste und das Meer der australischen Ostküste können mit der Westküste definitiv mithalten, man muss die schönen Stellen einfach zu finden wissen. Wenn man nicht in der Hauptsaison unterwegs ist, bietet sich ein toller, einsamer Strand nach dem anderen. Einfach das Wasser ist südlich von Sydney halt nicht mehr so warm.

Für die nächste Übernachtung wollten wir bis nach Lake Entrance fahren. Unterwegs machten wir einen kurzen Walk durch einen sehr beeindruckenden Regenwald.


In Lakes Entrance angekommen, installierten wir uns für kurze Zeit auf einem Campingplatz, der in unserer Camping-App sehr gut bewertet ist. Objektiv betrachtet gab es auch nichts auszusetzen, wir fühlten uns einfach nicht wohl. So nahmen wir all unseren Mut zusammen und checkten wieder aus. In Lake Entrance gibt es um die 10 Campingplätze, 4 weitere davon sahen wir uns genauer angeschaut. Zugesagt hat uns keiner und so fuhren wir noch ein paar Kilometer weiter. Auf einem etwas in die Jahre gekommenen Campingplatz ausserhalb von Lakes Entrance, der kürzlich von einem jungen Paar übernommen wurde, das in den vergangenen 12 Monaten sehr viel Arbeit und Zeit in den Platz gesteckt hat, fanden wir schliesslich unser Nachtlager. Sicherlich auch nicht das Gelbe vom Ei, aber wir hatten viel Platz und fühlten uns wohl – und darauf kommt es schliesslich an. Weil früher Nachmittag war, draussen immer noch der Wind blies, als gäbe es eine Goldmedaille zu gewinnen, und es sehr frisch war, haben wir uns die zwei ungenutzten Bettdecken geschnappt (der Camper ist bekanntlich ja auf 6 Personen in zwei Doppelbetten ausgerichtet und hat deshalb 3 Decken), uns auf die Sitzecke gekuschelt und (man glaubt es kaum!!) zum ersten Mal seit über zwei Monaten einen Fernseher eingeschaltet und einen Film geschaut. Es war sehr gemütlich 😉

Tags darauf stand Raymond Island auf dem Programm. Das ist eine kleine Insel etwa 200 m vom Festland entfernt. Trotzdem ist sie nur per Fähre erreichbar. Ihr habt richtig gelesen, es gibt keine Brücke, sondern eine Fähre. Diese fährt alle 20 Minuten und ist für Fussgänger gratis. Mo haben wir beim Hafen parkiert und die Fähre bestiegen. Die Fahrt dauert nur ein paar Minuten. Auf Raymond Island gibt es eine für so eine kleine Insel recht grosse Koala-Population, die es auf einem eigens angelegten Koala-Walk zu suchen gilt. Wir waren sehr erfolgreich und haben 16 Koalas – und damit rund 10 Prozent der Inselpopulation – gefunden. Die Eucalyptusbäume sind nicht so hoch und stehen auch nicht so dicht, da gestaltet sich das Suchen recht einfach. Trotzdem ist jeder selbst gefundene freilebende Koala ein Erfolgserlebnis. Und sie sind ja soooo süss!!



Die Insel ist auch sonst einen Besuch wert, sie ist sehr idyllisch und alles geht etwas gemächlicher zu und her als auf dem Festland. Dennoch ging es an diesem Tag noch weiter, diesmal allerdings Richtung Westen, denn schliesslich waren wir mittlerweile an der Südküste Australiens angekommen. Wir übernachteten auf einem sehr angenehmen Campingplatz in Yarram. Highlight: In den Waschräumen liegen stapelweise Badeteppiche auf, die man beim Duschen gratis benutzen und dann in einen bereitstehenden Wäschekorb werfen kann. Pffft, Badeteppich, werdet ihr jetzt denken. Ihr habt aber sicherlich auch bei jedem Duschgang einen zur Hand bzw. zum Fusse. Wir sind jetzt zwei Monate lang nach jedem Mal Duschen in nasse Flipflops gestiegen, diese bleiben nämlich auch ausserhalb des Nassbereichs einfach nicht trocken, denn das Wasser spritzt oder rinnt immer bis in den vorderen Teil. Mit trockenen Füssen in trockene Flipflops zu steigen, war wieder mal ein kleines Stück Luxus auf unserem ansonsten doch eher einfachen Camperleben (wenn mit Mo auch nicht mehr ganz so einfach wie noch zu Frankie juniors Zeiten).

Von Yarram ging es tags darauf direkt in den Wilsons Promontory Nationalpark, auf dem der südlichste Punkt des australischen Festlandes liegt (so weit runter sind wir allerdings nicht gekommen). The Prom, wie die Australier mit ihrer Vorliebe für Kosenamen und Abkürzungen den Nationalpark liebevoll nennen, stand auf unserer To-do-Liste, weil Meret im Vorfeld gegoogelt hat, wo man verschiedene Wildtiere am besten in freier Natur sieht. The Prom ist Anlaufstelle Nummer eins für Wombats. Wer Meret kennt, weiss, wie sehr sie Tiere mag. Und die fleissige Blogleserschaft weiss, dass Meret bei Wombats nicht mehr weiss wohin mit ihren überströmenden Glücksgefühlen. Wir sind also eigentlich in den Prom gefahren, um Wombats zu suchen. Gefunden haben wir jedoch viel, viel mehr! Der Nationalpark hat uns absolut überwältigt. Die Natur hat hier unheimlich schöne Arbeit geleistet. Auch die Tierwelt ist noch ziemlich in Ordnung. Auf einem ersten kurzen Walk über eine Gras- und Buschfläche sind uns zahlreiche Kängurus, einige Emus, ein paar Kaninchen und viele Kakadus über den Weg gelaufen. Ca. 30 km im Nationalpark befindet sich der Campground «Tidal River», der mit seinen 500 Stellplätzen riesengross, aber dennoch gemütlich ist. Überraschenderweise sind nur 20 davon powered sites und diese natürlich bereits seit Langem ausgebucht. Egal, denn Strom wird im Allgemeinen sowieso überbewertet. Bekannt ist der Campingplatz dafür, dass abends gefrässige Wombats auf den Platz kommen. Und diese sind wie gesagt Merets allerliebsten Lieblingstiere. Wartet sie doch geduldig (naja….) seit Beginn unserer Australienreise auf die Begegnung mit diesen Knuddel-Beutlern. Allerdings musste sie sich gedulden, denn die Wömbis kommen erst, wenn es dunkel wird. Also mussten wir uns die Zeit vorerst anderweitig vertreiben. Dies fiel uns nicht sonderlich schwer, bietet der Park doch zahlreiche Wander- und Spaziermöglichkeiten. Zum ersten Mal seit Tagen (gefühlten Wochen) stand die Sonne am wolkenlosen Himmel und schien, was das Zeug hielt. Wir entschieden uns für einen 5 km langen Trail direkt ab Campingplatz, der der Küste entlang zum Squeaky Beach führt. Der heisst so, weil der Sand extrem fein und quarzig ist, sodass er unter den Füssen quietscht. Die Aussichten, die sich uns auf diesem Trail boten, waren einfach nur atemberaubend. Aber seht selbst:




Als es langsam eindunkelte, machten wir noch einen kurzen Spaziergang zum Strand. Plötzlich stand Meret dann halb hyperventilierend da und zeigte wie ein kleines Kind auf ihren ersten wildlebenden Wombat. Die Freude war so gross, dass sie sich sogar fast die Freudentränen wegdrücken musste. Gut, die kleinen Strandrowdys sind auch wirklich zum Verlieben, wenn sie wie kleine Bulldozer durch die Gegend watscheln. Als es dann richtig dunkel war, schlenderten wir noch ein bisschen auf dem Campingplatz herum und trafen auf weitere 6 Knuddeltiere. Sie streunen über den Platz und fressen hochkonzentriert und in einem Riesentempo Gras in sich hinein. Menschen sind sie sich so gewohnt, dass man bis auf wenige Zentimeter an sie herankommt. Vermutlich könnte man sie sogar berühren, das haben wir aus Respekt den Tieren gegenüber aber natürlich unterlassen. Meret war jedenfalls im Wömbi-Himmel und wollte gar nicht mehr in den Camper zurück. Ist das verwunderlich bei diesen süssen Gesichtern (leider leicht verschwommen, denn die Tiere halten den Kopf nie still, weil sie ständig Gras abreissen müssen):


Tidal River liegt ziemlich im Süden der Hauptstrasse, die sich in Nord-Süd-Richtung durch den Park zieht. Am nächsten Tag verliessen wir den Park wieder Richtung Norden, machten aber mehrere Stopps, um uns die eine oder andere Naturschönheit anzuschauen. Das Wetter war immer noch prächtig und wir konnten sogar einige Stunden am wunderschönen Strand der Whisky Bay faulenzen.




Am späteren Nachmittag checkten wir auf einem Campingplatz direkt ausserhalb des Nationalparks ein. Die Dame an der Rezeption hat uns in weiser Voraussicht direkt neben einem Schweizer Paar platziert, das insgesamt 6 Monate und mittlerweile seit gut dreieinhalb Monaten in einer Art Mini-Frankie unterwegs ist. Da wir teilweise dieselben Strecken gefahren sind, gab es viel zu besprechen. Wir hatten einen sehr gemütlichen und unterhaltsamen Abend. Danke, Ellen und Chrigel! Besonders auch für den Nespresso-Kaffee, den wir nach über zwei Monaten Instant-Kaffee mit Genuss tranken.

Am nächsten Tag ging es weiter nach Phillip Island, einer Insel etwa auf halber Strecke zwischen The Prom und Melbourne. Uns hat die Landschaft ein bisschen an Schottland erinnert. Es war wieder mal bewölkt und es ging ein starker Wind, allerdings war es nicht kalt. Vor der Insel liegt ein Felsen, auf dem bis zu 7000 Australian Fur Seals (wenn wir es dem Reiseführer richtig entnommen haben, nennt man sie auf Deutsch australische Seebären) leben. Wirklich zu Gesicht bekommt man die Tiere nur auf einer Bootstour, für die wir keine Zeit hatten. Wir haben aber einen Feldstecher dabei und konnten sie in der Ferne erkennen.


In erster Linie ist Phillip Island aber bekannt für ihre grosse Kolonie an Zwergpinguinen, der kleinsten Pinguinart der Welt. Die Wasservögel verbringen den ganzen Tag – manchmal sogar mehrere Tage oder Wochen – im Meer und kehren abends, wenn es eindunkelt, an Land zurück (zur Paarung, Brutpflege oder Jungenaufzucht). Wir hatten die VIP-Tour gebucht, weil man dabei von einem Ranger begleitet wird und viele zusätzliche Informationen über die kleinen Tiere erhält. Zuerst durften wir in die Sky Box (Bild), wo ein Ranger stationiert ist. Von dort aus werden allabendlich die Pinguine gezählt. Die Zahl wird seit 1968 aufgezeichnet und ist damit die längste kontinuierliche Tierzählung ihrer Art. Von dort aus hatten wir die gesamte Bucht im Blick. Da das Meer ungewöhnlich ruhig war, konnten wir erkennen (uns wurden sehr gute Feldstecher zur Verfügung gestellt), wie sich die Pinguine bereits draussen im Meer zu Gruppen zusammenrotten und dann sozusagen im Rudel an Land kommen. Die grösste Gefahr ist der kurze Weg vom Ufer bis dort, wo die Vegetation beginnt, denn die kleinen Tiere haben keinerlei Verteidigungsmöglichkeiten und sind Raubvögeln hilflos ausgeliefert. Entsprechend zögernd kommen sie auch aus dem Wasser, blicken sich um, watscheln panisch wieder ins Meer zurück, und wagen sich erst nach einigem Hin und Her an Land. Sobald sie das schützende Gebüsch erreicht haben, entspannen sie sich, beginnen, ihr Gefieder zu putzen, und nehmen dann den teilweise sehr langen Heimweg (einige wohnen 2 km vom Ufer entfernt) in Angriff. Sobald einige Pinguingruppen an Land waren, wechselten wir unsere Location und kamen näher an die Pinguine ran. Das Ganze ist unglaublich gut organisiert, so dass man wirklich die gesamte Pinguinparade vom Aus-dem-Wasser-Kommen bis zum In-den-Bau-kriechen von Plattformen oder von Holzstegen aus nächster Nähe mitverfolgen kann. Zwar werden wahnsinnige Besuchermassen zum allabendlichen Spektakel zugelassen, es ist aber alle paar Meter ein Ranger stationiert, der kontrolliert, dass sich alle benehmen und dass nicht gefilmt oder fotografiert wird – dies ist nämlich streng verboten (auch ohne Blitz), weil das die Tiere stören würde (deshalb können wir auch keine Fotos der Pinguine selbst bieten). Die Besucher selbst sind kein Störfaktor. Obwohl die Pinguine an einigen Stellen keinen Meter von den Menschen entfernt sind, sind sie absolut relaxt, putzen sich und watscheln gemütlich bzw. so schnell sie ihre kurzen Beinchen tragen nach Hause. Ihr Zuhause besteht aus einem Bau, teilweise sind sie von Menschenhand gemacht (Holzhäuschen Foto). Früher bewohnten die Pinguine praktisch die gesamte Insel, mit Einzug der europäischen Siedler wurde ein Grossteil ihres Lebensraums zerstört. Damit sie trotzdem auf die Insel zurückkommen, werden die kleinen Holzhäuschen aufgestellt, die mit der Zeit verfallen und wie ein natürliches Pinguin-Erdloch aussehen. Die Pinguinparade war wirklich ein einmaliges und sehr interessantes Erlebnis!




Am nächsten Tag fuhren wir durch den Verkehrsdschungel der Melbourner Highways zu Apollo, wo wir Mo abgegeben haben. Bei dieser Abgabe war das lachende Auge wesentlich grösser als das weinende. Wir haben Mo in dem Monat, in dem wir mit ihm unterwegs waren, natürlich schon ins Herz geschlossen. Dennoch war er auf den täglichen Fahrten, insbesondere in dichtem Verkehr und bei jedem einzelnen Mal Parkieren einfach nur umständlich und wir sind froh, dass wir es unfallfrei bis ans Ziel geschafft haben.

Und nun? Nun sitzen wir auf der Fähre nach Tasmanien im Apéro. Morgen früh werden wir in Devonport unser Mietauto übernehmen und dann beginnt ein ganz neuer Abschnitt unseres grossen Abenteuers.


2 thoughts on “Etappe zwei: abgeschlossen”

  1. So schön…! Vo de Prom hämer damals fascht genau di gliche Bilder heibrocht. Eifach ohni Wombats !
    Gnüsset Eui Zyt uf Tasmaniä und lönds Eu guet goh.
    Hugs

  2. Wow, einfach wow! Und Kontrast, denn ich bin in Zermatt am Ski Fahren. Auch hueregeil, ohne Wombats…..dafür Berge, Sonne, kaum Schnee…….Kontrast eben. Toll, was Ihr erlebt. weiterhin alles Gute, gute Erlebnisse……..
    Herzlich, Papi / Peter

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